Allgemeine Vorbemerkungen:

Empfehlungen für die Befahrbarkeit ...  ➔ öffnen

Empfehlungen für die Befahrbarkeit ...  ✕ schließen

... sind schwer zu geben, sowohl für Mindestwasser als auch für Hochwasser.

Die Spannweite zwischen den verschiedenen Aspekten ist sehr groß:
- Schlauchboot-Kapitäne ohne wirkliche Erfahrung  vs.  geübte und mit dem Fluß vertraute Kanusportler
- Sicherheit  vs . Spaß für erfahrene und auch an größere Schwierigkeiten gewöhnte Wildwasser-Kanuten
- hindernisfreie flussmorphologische Situation  vs.  neu entstandene schwierigere Passagen (z.B. Baum-/Strauch-Hindernisse)
- Canadier oder Kajak oder Schlauchcanadier oder Faltboot / ein oder zwei Personen / mit oder ohne Kinder ... usw.
Die Empfehlungen auf dieser Internetseite gelten für einigermaßen geübte Paddler.

Die Mindestpegel gelten für "Einer" (Boote mit 1 Person).
Einsteiger müssen das entsprechend berücksichtigen, zumal die Isar je nach aktuellem Zustand kein Anfängerfluß ist.

Für Schlauchboote sind die Mindestgrenzen höher.

Hochwasser-Nachrichtendienst ...  ➔ öffnen>

Hochwassernachrichtendienst ... ✕ schließen

HND-Pegel Der bayrische Hochwasser-Nachrichtendienst (HND) bietet aktuelle und umfassende Informationen.

In einer Übersichts-Karte werden beim Überfahren des Pegelstandortes mit der Maus die aktuellen Wasserstände und Abflüsse eingeblendet.
Ein Klick auf den Pegel-Standort führt zum grafisch dargestellten Verlauf des Wasserstandes der letzten 7 Tage.

Dort kann dann zwischen   Wasserstand | Abfluss | Abflusstafel | Lagekarte/Bild | Stammdaten   etc. gewechselt werden.

Für die Erlaubnis zum Einbinden der aktuellen Pegelgrafiken auf www.kanu-info-isar.de bedanke ich mich herzlich beim Landesamt für Umwelt (LfU)

Hochwasser-Meldestufen ...  ➔ öffnen

Hochwasser-Meldestufen ... ✕ schließen

Die "Hochwassermeldestufen" geben keinen Hinweis auf die Befahrbarkeit.
Meldestufe 1 ist definiert als Beginn von "stellenweise kleinen Ausuferungen". Das kann bei dem einen Fluß schon bei wenig mehr Wasser als sonst sein, bei dem anderen Fluß erst bei starkem Hochwasser.
So ist zum Beispiel beim Pegel Puppling die Meldestufe 1 bei 280 cm (= 275 m³/s) erreicht. Für "Badebootfahrer" ist wegen des hohen Strömungsdruck in Totholzansammlungen hinein bei spätestens 150 cm (= 60 m³/s) Schluß.
Die manchmal genannte Meldestufe 1 als Grenze für eine Befahrung durch "Normalfahrer" oder gar für das Boot-Ausleihen an Ungeübte ist unsinnig und unverantwortlich.
 

Hochwasser-Meldestufen
Quelle: Hochwassernachrichtendienst Bayern ...
Die Hochwasserlage wird nach folgenden Meldestufen klassifiziert:
Meldestufe 1: Stellenweise kleinere Ausuferungen.
Meldestufe 2: Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen.
Meldestufe 3: Einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet oder Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich.
Meldestufe 4: Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich.

"Wasserstand" oder "Durchflussmenge" ? ...  ➔ öffnen

"Wasserstand" oder "Durchflussmenge" ? ...  ✕ schließen

Pegel-Haus Pegel-Latte Meist wird in Flussbeschrei­bungen der "Pegel" angegeben und man meint damit den mit Hilfe des Pegels (d.h. der Pegel­einrichtung) gemessenen Wasserstand in cm. Der Pegel ist aber lediglich "ein willkürlich ins Wasser gehaltener und fixierter Meterstab" und somit zunächst nicht aussagekräftig für Bootfahrer. Denn der Wasserstand "75 cm" kann bei dem einen Fluss zu große Wassermenge und hohen Wasserdruck unter die Baumhindernisse in Kurven bedeuten, während er bei einem anderen Fluss zur Befahrung nicht ausreicht. Lange Zeit gab es nur Informationen über den aktuellen Wasserstand und deshalb ist dieser im Bewusstsein vor allem älterer Paddler fest verankert.

Unmittelbar aussagekräftig hingegen ist die Durchflussmenge, fachlich korrekt "Abfluss" in m³/s. Er ist eine absolute Angabe über die Wassermenge und damit sind die zu erwartenden Verhältnisse in der Auswirkung direkt abschätzbar. Selbstverständlich muß man auch den Fluss kennen, denn 60 m³/s durch engverwinkelte Baumhindernisse in der Ascholdinger Au (Isar) sind etwas anderes als 60 m³/s auf glattem Flusslauf zwischen Grafrath und Schöngeising (Amper). Wer die Pegelverhältnisse im Internet recherchiert - und das tun heutzutage sehr viele - hat mit dem Abfluss "Q" die realitätsnähere und besser einschätzbare Angabe.

W-Q-Beziehung Der Wasserstand "W" kann seit jeher leicht von der Messlatte abgelesen werden und seit langem aus automatischen Pegelmeßeinrichtungen fernübertragen und telefonisch erfragt werden. Der Abfluss "Q" jedoch muß immer wieder durch aufwendige Messreihen für unterschiedliche Wasserstände ermittelt werden. Hierzu ist über den Fluss ein Drahtseil gespannt, an welches ein Strömungsmesser in verschiedenen Positionen und verschiedenen Tiefen in den Fluss gehängt wird.
Erst mit der Aufsummierung der Meßergebnisse können im Internet Wasserstand UND Abfluss bekanngegeben werden. Unter "Abflusstafel" auf der Internetseite des HND ist der aktuelle Zusammenhang zwischen W und Q tabellarisch und grafisch dargestellt.
In geschiebeführenden Flüssen ändert sich diese "W/Q-Beziehung" immer wieder und teilweise erheblich, wodurch die Angabe eines Mindestwasserstandes für die Befahrbarkeit eine flüchtige Sache ist. Eine Angabe "mindestens 15 m³/s am Pegel Tölz für die Strecke Tölz - Puppling" ist hingegen dauerhaft.

Pegel-Latte Wer auf die telefonische Pegelansage angewiesen ist, erhält (leider immer noch) nur den Wasserstand W durchgesagt oder man muß während der Tour den Pegel im Vorbeifahren ablesen.

Auf der Internetseite des HND (Link dazu jeweils unter den Pegeldiagrammen dieser Seite) sind die Abflusskurve und die Wasserstandskurve zu sehen.

Weitere Erklärungen zum Thema "Pegel" beim HND unter dem Menüpunkt "Lexikon" und bei Wikipedia unter dem Stichwort "Pegel".

Spezielle Themen:

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Die Isar ist ein komplexer Fluß  ✕ schließen

Die Isar ist mit ihren Ableitungen, Überleitungen, Stauhaltungen und Mindestrestwasser-Regelungen ein äußert komplexer Fluß, kein Streckenabschnitt gleicht dem andern. Eine vollständige Darstellung der den Kanufahrer erwartenden Wassermenge ist dem­ent­sprec­hend ebenso schwierig und ebenso komplex.

Alle Abschnitte der Isar sind von "Mindestrestwasser-Regelungen" betroffen. Das heißt: meist jahreszeitlich abhängig müssen die Stromerzeuger ein Mindestmaß an Wasser für den Fluß übriglassen. Erst wenn die Wasser­menge über der ableitenden Kanalkapazität liegt, wird es mehr Restwassermenge. In einigen Fällen fehlt es an einem geeigneten Pegel zur Beurteilung. Dann ist eine Berechnung angesagt, die aber nur stimmt, wenn die maximale Kanal-Kapazität ausgenutzt wird.

Nur in wenigen Abschnitten läßt sich das unmittelbar mit einem geeigneten Pegel kontrollieren (Pegel Rißbach­düker, Lenggries, Bad Tölz Kraftwerk, Puppling, Freising), in den übrigen Fällen muß man sich auf die Mindestrestwassermenge und bei höherem Abfluss auf eine Berechnung verlassen (Wehre Icking, Baierbrunn, Moosburg). Allerdings beruhen diese theoretischen Berechnungen auf der unzuverlässigen Annahme, daß die Kanäle ihre volle Abflußmenge abführen.

Die Kanäle bei Moosburg ...  ➔ öffnen

Die Kanäle bei Moosburg  ✕ schließen

Um dem (alten) E-Werk Uppenborn am Moosburger Werkkanal noch mehr Wasser zuführen zu können, wurde 1926 mit dem Wehr Unterreith an der Amper und dem Amper-Überführungskanal auch das Wasser der Amper herangezogen. 1930 wurde das alte E-Werk Uppenborn stillgelegt und der alte Moosburger Werkkanal (mit dem Wasser der Isar und der Amper) durchgeleitet zum Mittlere-Isar-Kanal und damit zu den neuen E-Werken Uppenborn 1 und 2.

Das Wasser des Überführungskanals wir nur zur Weiterleitung in den Mittlere-Isar-Kanal genutzt und nicht zur Erhöhung der Restwassermenge der Isar. Wenn die Isar mehr als 75 m³/s hat und damit die maximale Wassermenge im Werkkanal plus Mindest­rest­wasser­menge bedient werden kann, wird der Amper-Überführungskanal geschlossen und das Wehr Unterreith geöffnet.

• Bis 41 m³/s am Pegel Freising werden max. 30 m³/s aus der Amper abgezogen und über die Isar bei Moosburg mit max. 70 m³/s in den Mittlere-Isar-Kanal geleitet:
Pegel Inkofen - 30 m³/s = Restwasser Amper.

• Zwischen 41...71 m³/s am Pegel Freising wird die Wassermenge im Amper-Überführungskanal soweit gedrosselt, als die Wassermenge der Isar ausreicht:
Peg. Inkofen + Peg. Freising - 70 m³/s = Restw. Amper.

• Ab ca. 71 m³/s am Pegel Freising reicht die Wassermenge der Isar alleine für die Speisung des Moosburger Werkkanals aus, der Amper-Überführungs-Kanal wird dann gesperrt:
Pegel Inkofen = Restwasser Amper.

Bei höherem Abfluß südlich Münchens ...  ➔ öffnen

Bei höherem Abfluß südlich Münchens  ✕ schließen

Der Pegel Baierbrunn (km 164,4) ist zur Abschätzung der Wassermenge wenig geeignet. Er gibt nur den Wasserstand an und es gibt keine zuverlässige Umrechnung in m³/s, um den Abfluss in den Münchner Werkkanal zu berücksichtigen.
Auch der Pegel München ist wegen der vielen Ableitungen davor wenig geeignet.

Für die Einschätzung des zu erwartenden Abflusses unter normalen Verhältnissen ist nur die monatlich angegebene Mindest-Restwasser-Menge brauchbar. Bei mehr Abfluss als dem Mindest-Restwasser könnten die in der nebenstehenden Abbildung genannten, theoretischen (und leider unzuverlässigen) Rechnungen aufgehen.
Voraussetzung ist, daß der Werkkanal seine max. mögliche Wassermenge abzweigt und in Groß­hesselohe weiterführt. Für die Berechnung mit dem Pegel München ist außerdem Voraussetzung, daß der Fabrikbach und der Auer Mühlbach die übliche Wassermenge führen.

Für beide Strecken "ab Wehr Ickig" und "ab Wehr Baier­brunn" dürfte die flußabwärts gerichtete Berechnung
"Abfluss Pegel Puppling + Abfluss Pegel Beuerberg - 80 m³/s"
am ehesten geeignet sein.

Der tatsächliche Zustand ist am besten mit einem Blick auf die Webcam "Isar in München Thalkirchen" der Firma Prolog-PR zu erkennen (oben).

Bei Störungen der Abfluß-Anzeige Abfluß Bad Tölz KW ...  ➔ öffnen

Bei Störungen der Abfluß-Anzeige Bad Tölz KW ...  ✕ schließen

... liegt zunächst nahe, ersatzweise den Pegel Puppling oder Lenggries heranzuziehen. Beide sind jedoch nicht ohne nähere Betrachtung der Umstände nutzbar.


Der Pegel Puppling summiert zwei völlig verschieden begründete und weitgehend von Niederschlägen abgekoppelte Abflussverhalten:

1) Der Abfluss Bad Tölz ist vom Sylvensteindamm her geregelt auf eine "Mindestrestwassermenge von 20 m³/s" im Sommer und schwankt typischerweise 19-22 m³/s. Nur bei starken Niederschlägen gibt es erhöhte Abflüsse oder Hochwasserspitzen. Falls Hochwasserspitzen der Sylvensteinsee-Zuflüsse nicht zum Auffüllen des Sees benötigt werden, werden sie dosiert/vorab/nachträglich durchgereicht.

2) Der Abfluss Bruggen zeigt den Abfluss des kurz vor Puppling einmündenden Loisach-Isar-Überführungskanals, der die vom Walchensee-Kraftwerk stammende Wassermenge an Wolfratshausen vorbei mit max. 40 m³/s in die Isar ableitet. Der Abfluss des Kanals schwankt durch die Spitzenlast-Stromproduktion des Walchensee-Kraftwerkes im Sommerhalbjahr oft sehr unregelmäßig zwischen 15 und 30 m³/s, also mit einer Schwankungsbreite in gleicher Größenordung wie der letztlich zu bestimmende Abfluss Bad Tölz. Im Winterhalbjahr ist der Walchensee-Zufluß und damit die Stromerzeugung gering und damit auch der Einfluß auf den Pegel Puppling. Zudem wird bei Starkregen-Ereignissen evtl. vorbeugend der Kochelseeabfluss erhöht, um Rückstauraum im Kochelsee zu erhalten oder vermindert, um die Hochwasserspitze abzuschwächen.

Ein Rückschuß vom Abfluss Puppling auf den Abfluss Tölz ist somit ungenauer als die pauschale Annahme "Abfluss Bad Tölz ist im Sommer ungefähr 20 m³/s", außer bei starken Niederschlägen oder gar Hochwasser.
Erst bei höheren Abflüssen der Isar wird der Einfluß des Kanals und damit der Fehler relativ geringer.

Selbst bei einer nachträglichen Berechnung müßte wegen der abrupten Schwankungen des Kanalabflusses exakterweise der Pegel Bruggen 2 - 2,5 Stunden zuvor genommen und vom Pegel Puppling abgezogen werden, was dann den Abfluss Bad Tölz 3-5 Stunden zuvor ergäbe. Diese nachträgliche Rechung würde dann in den meisten Fällen tatsächlich um nur max. 1 m³/s abweichen.

Die nachstehende Abbildung zeigt den - abgesehen von Hochwasserspitzen - relativ konstanten Abfluss Bad Tölz KW mit dem in der Grafik daraufsummierten Abfluss des Loisach-Isar-Kanals (Pegel Bruggen). Dessen starke Schwankungen schlagen direkt durch auf den Abfluss Puppling. Die Summe dieser beiden Abflüsse differiert geringfügig zum tatsächlich gemessenen Abfluss Puppling.


Der Pegel Lenggries ist als Ersatzpegel ebenfalls nur eingeschränkt brauchbar. Es gibt zwar nur wenige Zuläufe (Steinbach, Arzbach, Gaißach) und im Tölzer Stausee wird nicht zwischengespeichert, aber die Zuläufe und Oberflächenwasser verursachen eine breite Streuung beim Vergleich Lenggries zu Bad Tölz, besonders bei lokalen Starkregen.

Die nachstehende Abbildung zeigt den Zusammenhang von April bis September 2016, 2017 und 2018 mit den vielen "Ausreißern". Jeder Punkt ist ein Tagesdurchschnitt des Abflusses. Deutlich erkennbar ist die typische sommerliche Häufung () von 17 m³/s in Lenggries für ca.22 m³/s in Tölz.

Abfluß Lenggries10203040m³/s
Abfluß Bad Tölz KW15-20 23-29 33-40 45-55m³/s

Zeichenerklärung / Bedienungsanleitung:

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Zeichenerklärung / Bedienungsanleitung

Flußstrecke mit Kilometrierung
Flußstrecke mit meist zu wenig Restwaser
Wehr (unbefahrbar, umtragen)
Sohlrampe (je nach Kenntissen meist befahrbar )
Einsetzstelle/Aussetzstelle
Pegelstandort
Kanalstrecke mit max. Wassermenge

Namen in Fettschrift begrenzen die beschriebenen Fluß-Abschnitte
Variante Ammer/Amper (neu):
Darüberfahren mit der Maus über die Flußgrafik öffnet die Texte.
Variante Loisch:
Noch nicht bearbeitet.
Variante Isar (alt):
Klicken in die beige-farbenen Kästen öffnet/schließt die Texte.
Tipp: Die Grafik kann mit cmd - minus verkleinert werden
(und mit cmd - plus wieder vergrößert werden.

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Diese "Pegelübersicht" ...  ➔ weiterlesen

Diese "Pegelübersicht" entstand vor einigen Jahren, um alle für Kanuten benötigte Pegeldiagramme im Flußgebiet der Isar und damit die Pegel-Gesamtsituation im Überblik zu haben.

Nun wird sie erweitert, ist noch in Arbeit, die Loisach fehlt noch, die Texte sind durchaus teilweise überarbeitungsbedürftig und am Layout wird noch experimentiert.

Neu ist:
• Die Texte sind zusammengefaßt in Strecken-Abschnitten mit ähnlicher Fluß-Charakteristik hinsichtlich Befahrbarkeit / Rest­wasser­mengen / Befahrungsbeschränkungen. (Die bisherige Einteilung der Informationen auf den einzelnen Fluß-Seiten nach "üblich befahrenen Strecken-Abschnitten" hat sich als ungünstig erwiesen, weil Vieles doppelt zu beschreiben war.)
• Die unterlegte Kartengrafik ist detaillierter und maß­stabs­ge­recht. Sie läßt die beschriebenen Strecken und Streckenlängen besser erkennen.
• "Spezielle Themen" für an den komplexen Zusammenhängen besonders interessierte Leser sind aus dem üblichen Text herausgelöst.

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zu Test: Alle Texte zu Ammer und Amper öffnen

Strecke 7,5 km

Mindestrestwassermenge 5 m³/s,
im Sommer meist 6 m³/s.
Das Wehr Unterreith leitet max. 30 m³/s über den Amper-Überführungskanal und die Isar in den Mittlere-Isar-Kanal. Erst wenn die Kanalkapazität überschritten wird oder wenn der Abfluß der Isar alleine ausreicht, um genügend Wasser für den Mittlere-Isar-Kanal bereitzustellen, reicht das überschüssige Wasser aus.
Mind. 6 m³/s (2021: 65 cm) am P. Neumühlschwaig.

Strecke 4,4 km

Ganzjährig befahrbar

Strecke 11,7 km

Mindestrestwassermenge nur 2 bis 4 m³/s,
abhängig vom Gesamtabfluß und der Jahreszeit.
Unter Berücksichtigung der Kanalkapazität 50 m³/s
mind. 56 m³/s (2021: 115 cm) am Pegel Inkofen.
Dieser Abfluss wird selten erreicht !
Bei Fahrtbeginn in Zolling einsetzen.

Strecke Allershausen - Wehr Oberzolling 13,0 km

Ganzjährig befahrbar

Strecke 9,8 km

Mindestrestwassermenge ab Wehr App. nur 4 m³/s.
Unter Berücksichtigung der Kanalkapazität 40 m³/s
mind. 46 m³/s (2021: 111 cm) am Pegel Ampermoching.
Dieser Abfluss wird selten erreicht !
Ein Fahrtbeginn ist nur in Weng möglich, in Fahrenzhausen ist nur eine Weiterfahrt auf der Amper oder ein Fahrtende möglich.

Strecke 3,3 km

Mindestrestwassermenge nur 1 m³/s.s
Unter Berücksichtigung der Kanalkapazität 30 m³/s
mind. 36 m³/s (2021: 92 cm) am Pegel Ampermoching.
Dieser Abfluss wird selten erreicht !

Strecke 17,5 km

Ganzjährig befahrbar.
Einsetzen beim E-Werk Dachau sehr mühsam und nicht empfehlenswert, eine sehr gute Einsetzstelle ist Dachau Nord, Roßmüllerstraße.

Strecke 13,1 km


4. Kanaleinmündung - E-Werk Dachau (2,0 km)

Rückstau des E-Werks.


3. Wehr Günding - Kanaleinmündung (1,3 km)

Keine definierte Mindestrestwassermenge.
Unter Berücksichtigung der Kanalkapazität 25 m³/s
mind. 30 m³/s (2018: 83cm) am P. Fürstenfeldbruck.
Diese Festlegung ist jedoch wegen der großen Entfernung zur Pegelstelle sehr ungenau.
Dieser Abfluss wird selten erreicht !
Alternativ kann kann im Kanal weitergefahren und kurz vor dem E-Werk in das Ende der Restwasserstrecke umgesetzt werden.


2. Kanaleinmündung - Wehr Günding (5,9 km)

Ganzjährig befahrbar.
Wegen der davor- und dahinterligenden Situation nur als kurze Fahrt geeignet.


1. Wehr Esting - Kanaleinmündung (3,9 km)

Keine definierte Mindestrestwassermenge.
Unter Berücksichtigung der Kanalkapazität 23 m³/s
mind. 29 m³/s (2018: 81cm) am P. Fürstenfeldbruck.
Dieser Abfluss wird selten erreicht !
Alternativ kann kann im Kanal weitergefahren werden mit mühsamem Umtragen der beiden E-Werke.

Strecke 19,9 km
... bis zur Aussetzstelle im Kanal am E-Werk Olching 1 zusätzliche 0,7 km.

Mind. 11 m³/s am P. Fürstenfeldbruck (2018: 35cm) oder
mind. 11 m³/s am Pegel Grafrath (2018: 80cm)
(für eine Befahrung mit gelegentlichen Grundberührungen an den Kiesbänken).
Der jeweils geringere Pegel ist maßgeblich.
Dieser Abfluss wird meist überschritten-
(jedoch Befahrungsverbot Schöngeising – Fürstenfeldbruck Stauseebeginn vom 1. März bis 15. Juli)

Strecke 6,4 km

Ganzjährig befahrbar.
(jedoch Befahrungsverbot vom 1. März bis 15. Juli).
Beurteilung mit Pegel Stegen.

Strecke 14,1 km

Mind. 6 m³/s (2018: 73 cm) am Pegel Peißenberg
besser 8 m³/s (2018: 79 cm) am Pegel Peißenberg.
Ab 30 m³/s sichere Bootsbeherrschung an den Aussetzstellen vor den Wehren erforderlich.

▶ alle

◀ Strecke Moosburg - Landshut 19,8 km

Das Wehr Moosburg leitet das (schon vorher am Wehr Oberföhring um max. 125 m³/s dezimierte) Isarwasser mit max. 70 m³/s zum Mittlere-Isar-Kanal und erhöht damit dessen Wassermenge. Der Isar bleibt ganzjährig eine ungenügende Mindestrestwassermenge 5 m³/s. Erst 2 km vor Landshut kommt das Wasser des Mittlere-Isar-Kanals zurück. Das kurz vor Moosburg zufließende Wasser des Amper-Isar-Kanals wird ausschließlich zur Weiterleitung in den Moosburger Werkkanal genutzt
• Die geringe Mindestrestwassermenge 5 m³/s (evtl. auch ein wenig mehr) reicht gerade noch für eine spaßfreie Fahrt für Einern mit vielen Grundberührungen oder Treidelstrecken.
• Ideal sind 20 - 30 m³/s, welche bei einem Pegel Moosburg von 90 - 100 m³/s zu erwarten sind. Dann mäandert die Isar immer noch durch ihre Kiesbänke, hat aber ausreichend Wassertiefe auch für Zweier.
• Ab 140 m³/s am Pegel Moosburg ( = 70 m³/s in der Isar) beginnen Hochwasserverhältnisse. Die letzten 2 km bis Landshut führt die Isar dann (mit dem Wasser des Mittlere-Isar-Kanals) 270 m³/s Wasser. Es sollten nur noch erfahrene Kanuten unterwegs sein.
• Das Klappenwehr vor Landshut kann je nach Klappenstellung sowohl bei geringen als auch bei großen Wasser­mengen gefährlich sein. Ortsunkundige Paddler sollten immer umtragen.

◀ Strecke Freising - Moosburg 18,1 km

Das Wehr Oberföhring leitet das Isarwasser mit max. 125 m³/s in den hier beginnenden Mittlere-Isar-Kanal.

Unter Hinzurechnen der 5 (- 10) m³/s durch die Münchner Stadtbäche (Schwabinger Bach - Eisbach - Garchinger Mühlbach) ergeben sich theoretisch folgende
Mindestrestwassermengen ab Freising:
JanFebMärAprMaiJun JulAugSepOktNovDez
161621222326252319171616m³/s

• Für eine Fahrt mit Einern reichen 15 - 20 m³/s.
• Ideal wären 25 - 30 m³/s, dann ist auf den Kiesbank­über­läufen auch für Zweier genügend Wasser.
• Ab 40 m³/s sind die Schlingen durch die Kiesbänke meist überflossen und das Wasser reicht oft von Böschung zu Böschung. In den renaturierten Streckenabschnitten zwischen Oberhummel und Moosburg mit möglicherweise ständig wechselnden Baumhindernissen und darin starken Strömungen sind Erfahrung und sichere Bootsführung nötig.
• Ab 50 m³/s wird die Isar zwar ein breiter Wasserstrom, Risiken bestehen durch die größere Wasserwucht, wenn aktuell Problemstellen bestehen.
• Ab 70 m³/s beginnen Hochwasserverhältnisse. Im Hinblick auf die renaturierten Streckenabschnitte vor Moosburg mit ihren häufig wechselnden Baumhindernissen sollten nur noch erfahrene und mit den örtlichen Verhältnissen vertraute Kanuten unterwegs sein.

▶ alle

◀ Strecke Wehr Icking - Mü-Thalkirchen 21,5 km
Teilstrecken: Wehr Icking - 4,5 km - Schäftlarn - 4,7 km - Zufluß Mühlthal-Kanal - 2,3 km - Wehr Baierbrunn - 10,0 km - Mü-Thalkirchen


4. Großhesselohe - München-Thalkirchen (0,0 km)

Inhalt fehlt noch


3. Wehr Baierbrunn - Großhesselohe (0,0 km)

Das Wehr Baierbrunn leitet das Isarwasser mit max. 80 m³/s in den hier beginnenden Münchner Werkkanal.

Der Isar bleiben ab Wehr Baierbrunn folgende Mindestrestwassermengen:
JanFebMärAprMaiJun JulAugSepOktNovDez
8810131619191611888m³/s

Das reicht für eine Befahrbarkeit im Sommerhalbjahr aus.
Meist ist der Abfluß etwas höher.

Ein geeigneter Pegel steht nicht zur Verfügung, die Pegel München und Baierbrunn sind für die Beurteilung der Wassermenge von Schäftlarn bis München-Thalkirchen kaum geeignet. Der tatsächliche Zustand ist am ehesten mit einem Blick auf die Webcam "Isar in München Thalkirchen" der Firma Prolog-PR zu erkennen.

Theoretische Berechnung für größere Wassermengen:
ungefähre Wassermenge ab Icking =
= Pegel Puppling + Pegel Beuerberg - 80 m³/s.
Wenn bei Hochwasser der Kanal geschlossen wird, fließt die gesamte Wassermenge durch das Wehr Baierbrunn. Dann ist die Isar ab Puppling nicht mehr befahrbar.


2. Zufluß Mühlthalkanal - Wehr Baierbrunn (2,3 km)

Für eine sehr kurze Strecke hat die Isar zum zweitenmal seit Krün ihre gesamte Wassermenge. (Zumindest im Jahresmittel, weil die in den Walchensee abgezweigte Wassermenge für Spitzen­last­zeiten zwischengespeichert wird.) Für die Befahrbarkeit ist das ohne Belang, weil die Strecke davor und danach maßgeblich ist. Lediglich der deutlich erhöhte Abfluß auf diesem Abschnitt muß bedacht werden


1. Wehr Icking - Zufluß Mühlthalkanal (9,2 km*)
* Wehr Icking - 4,5 km - Schäftlarn - 4,7 km - Zufluß Mühlthal-Kanal

Das Wehr Icking leitet das Isarwasser mit max. 80 m³/s in den hier beginnenden Mühlthal-Kanal zum E-Werk Mühlthal. Damit ist dieser Abschnitt maßgebend für die Befahrbarkeit von Puppling bis Schäftlarn.

Der Isar bleiben ab Wehr Icking folgende Mindestrestwassermengen:
JanFebMärAprMaiJun JulAugSepOktNovDez
131314171717171715141313m³/s

Das reicht für eine Befahrbarkeit im Sommerhalbjahr aus.
Meist ist der Abfluß etwas höher.

Theoretische Berechnung für größere Wassermengen:
ungefähre Wassermenge ab Icking =
= Pegel Puppling + Pegel Beuerberg - 80 m³/s.
Wenn bei Hochwasser der Kanal geschlossen wird, fließt die gesamte Wassermenge durch das Wehr Icking. Dann ist die Isar ab Puppling nicht mehr befahrbar.

Befahrungsverbot bis Schäftlarn vom 1. Januar bis 31. Mai .

◀ Strecke Bad Tölz KW - Wehr Icking 20,8 km
Teilstrecken: Bad Tölz KW - 10,2 km - Einöd - 10,6 km - Puppling - 4,1 km - Wehr Icking

Situation

Die vom Sylvenstein-Stausee abgegebene Wassermenge ist so bemessen, daß in Bad Tölz eine Mindest­rest­wasser­menge von 20 m³/s von April bis September (meist etwas mehr) und 10 m³/s von Oktober bis März sichergestellt wird.
Somit hat die Isar von April bis September immer ausreichend Wasser.

Ab Puppling ist mit dem Zufluss des Loisach-Isar-Kanal (meist 10 bis max.30 m³/s) der Abfluß entsprechend höher
Sommerliche Schwankungen ohne entsprechende Niederschläge werden durch den Loisach-Isar-Kanal hervorgerufen, der die Wassermenge des Spitzenlast-Kraftwerks Walchensee abführt.

Für eine unerheblich kurze Strecke von 1,3 km kommt das Wasser der Loisach hinzu und die Isar enthält das erstemal seit Krün ihre volle Wassermenge.

Mehr Wasser als die Mindestpegel-Menge ab Tölz ist nur sehr indirekt vom Niederschlag abhängig.
Mehr unter "Sylvensteinsee-Seepegel".

Das E-Werk Bad Tölz ist ein Laufwasser-Kraftwerk, es wird kein Wasser gespeichert.

Befahrbarkeit

• Für eine Fahrt mit Einern reichen 15 - 20 m³/s.
• Ideal wären 20 - 30 m³/s, dann ist auf den Kiesbanküberläufen auch für Zweier genügend Wasser und die Felsen in den Stromschnellen ragen heraus und müssen umfahren werden, was der Isar erst ihren Reiz gibt.
• Ab 40 m³/s Risiken durch die größere Wasserwucht, wenn aktuell Problemstellen bestehen.
• Ab 50 m³/s wird die Isar ein breiter Wasserstrom mit nur mehr wenigen sichtbaren Felsen, aber Risiken durch die größere Wasserwucht, wenn aktuell Problemstellen bestehen.
• Ab 60 m³/s sollten nur noch erfahrene und mit den örtlichen Verhältnissen vertraute Kanuten unterwegs sein.

(Bitte hierzu auch die Pegel-Vorbemerkungen lesen)

Befahrungsverbot vom 1. Januar bis 31. Mai .


Weitere Pegel in Bad Tölz:

• Die Pegeleinrichtung kurz unterhalb des E-Werks Bad Tölz ist nicht im Internet abrufbar. Der Pegel wird bei Hochwasser benötigt, wenn die Kraftwerksschütze geöffnet sind und der Durchfluß nicht mehr gemessen werden kann. Bei normalen Abflüssen ist der gemessene Kraftwerks-Durchfluß genauer.

• Die Pegel "Bad Tölz Brücke" und "Bad Tölz B472" zeigen nur den Wasserstand, nicht den Abfluss.

◀ Strecke Bretonenbrücke - Bad Tölz 13,1 km

Die vom Sylvensteinspeicher abgegebene Mindest­rest­wasser­menge wird so bemessen, daß in Bad Tölz vom April bis September 20 m³/s und vom Oktober bis März 10 m³/s sichergestellt werden. Mehr Wasser ist nur sehr indirekt vom Niederschlag abhängig. Mehr unter "Sylvensteinsee-Seepegel".
Beurteilung mit Pegel Lenggries.
(Ersatzweise auch mit Sylvensteinsee-Abfluß + 4 m³.)

Empfehlungen zum Befahren:
(Bitte hierzu auch die Pegel-Vorbemerkungen lesen)
• Für eine Fahrt mit Einern reichen 15 - 20 m³.
• Ab 40 m³ Risiken durch die größere Wasserwucht in Problemstellen bedenken.
• Ab 60 m³ Beginn Hochwasser.

Befahrungsverbot vom 16. Oktober bis 31. Mai.

◀ Strecke Sylvenstein - Bretonenbrücke 9,6 km

Nach einer kurzen Strecke von 7 km leitet das Wehr Fleck (Wehr Winkel) das Isarwasser mit max. 8 m³ in den hier beginnenden E-Werk-Kanal.

Es gibt keine Mindestrestwassermenge, das Sickerwasser durch den Dammuntergrund beträgt nur ca. 3 m³/s, der Rest fließt in den Kanal. Bei mehr als 11 m³/s ist die Kanalkapazität ausgeschöpft und das Restwasser fließt über den Damm. Erst ab 14 m³/s fließen 6 m³/s in der Isar, welche für geschickte Solo-Fahrer mit robusten Booten gerade noch ausreichen. Diese 14 m³/s sind aber auch meist die Wassermenge, die zur Erzielung der "mindestens 20 m³/s in Bad Tölz im Sommerhalbjahr" abgelassen wird. Es kann aber auch deutlich weniger sein, wenn stattdessen Jachen, Arzbach und Große Gaißach mehr Wasser führen.
Somit ist die Strecke Sylvenstein - Bretonenbrücke (km 214,3) nur selten gut befahrbar.

Mehr Wasser wird am Sylvensteindamm nur dann abgelassen, ...
... wenn bei Starkregen das Stauziel überschritten würde und keine darüber hinausgehenden Reserven angesammelt werden sollen
... um die bei Starkregen zunächst zurückgehaltenen Wassermengen wieder abzulassen
... um bei bevorstehenden Starkregenereignissen durch vorbeugendes Senken des Seepegels unter Stauziels zusätzlichen Speicherraum zu schaffen.

Der Zufluss der Jachen ist meist gering (ein Großteil des Wassers ihres eigentlichen Einzugsgebietes bleibt im Walchensee für das Walchensee-Kraftwerk). Erst nach dem Zufluss des E-Werk-Kanals wird die Wassermenge wieder ausreichend. Der nächstgelegene Einstieg danach ist bei der Bretonen-Brücke (km 214,3).

Beurteilung mit (Pegel) Sylvensteinsee-Abfluss.
Empfehlungen zum Befahren:
(Bitte hierzu auch die Pegel-Vorbemerkungen lesen)
Für die Befahrbarkeit Sylvenstein - Bretonenbrücke (km 214,3) reichen bei guter Bootsbeherrschung (in den schmalen Rinnen zwischen den Steinen) gerade noch:
• für Einer: 15 m³
• für Zweier: ___ m³
• Ideal sind ___ m³/s, dann _____
• Ab 40-50 m³ Risiken durch die größere Wasserwucht in Engstellen bedenken.
Ab 80 m³ Abfluss Sylvensteinsee ist das Umtragen am Wehr Fleck sehr problematisch, weil das Wehr hinter einer engen Linkskurve liegt, die Strömung direkt auf die rechte Wehrhälfte zielt und die Aussetzstelle am linken Wehrende liegt. Die Strecke Sylvenstein - Bretonenbrücke (km 214,3) ist dann nicht befahrbar !!!

Befahrungsverbot vom 16. Oktober bis 31. Mai.

Sylvensteinsee 6,7 km

Der Sylvenstein-Seepegel gibt indirekt Auskunft über Fragen wie "warum kommt so wenig Wasser trotz Regens ?" oder "warum kommt so viel Wasser, obwohl es nicht geregnet hat ?".

Der Stausee wurde 1959 gebaut, um einerseits die isarabwärts gelegenen Orte bis München vor Hochwasser zu schützen (Hochwasser-Rückhaltung ca. 80 000 000 m³ über Normalstau) und andrerseits eine Reserve zur Niedrig­wasser­auf­besse­rung zu ermöglichen (Volumen ca. 40 000 000 m³ unter Normalstau*).
*) Das reicht beispielsweise für 66 Tage lang 7 m³/s Zuschuß zu einem natürlichen Zufluss von beispielsweise ebenfalls 7 m³/s, um letztlich 20 m³/s in Bad Tölz zu erhalten.
Die Mindestrestwasser-Abgabe wird so bemessen, daß in Bad Tölz vom April bis September 20 m³/s und vom Oktober bis März 10 m³/s sichergestellt werden.

Somit ist die abgegebene Wassermenge nicht direkt vom aktuellen Wetter oder gar Energiebedarf abhängig, sondern vom momentanen Seepegel und von der in nächster Zeit zu erwartenden Wetterlage im Einzugsgebiet.
In diesem Spannungsfeld wird die Wassermenge im See "bewirtschaftet". Das Stauziel ("Normalpegel") ist im Sommer 750 m und im Winter 752 m.
Bei bevorstehenden Trockenzeiten wird der Abfluss ggf. auch bei Niederschlag nicht erhöht, um Wasser zur Niedrig­wasser­auf­besserung zurückzuhalten.
Bei bevorstehendem starken Niederschlag wird der Stausee ggf. vorbeugend teilentleert, um Rückhalte-Stauraum freizumachen.

◀ Strecke Krün - Geschiebesperre 19,0 km

Krün - ??? km - Vorderriß - ??? km - Geschiebesperre

Das Wehr Krün leitet das Isarwasser mit max. 25 m³/s in den hier beginnenden Kanal zum Walchensee (... für das Walchensee-Kraftwerk; anschließend fließt das Wasser über Loisach und Loisach-Isar-Kanal bei Puppling zurück in die Isar.)
Der Isar bleiben als Mindestrestwassermenge nur 4,8 m³/s von Mitte April - Anfang Oktober und 3 m³/s von Anfang Oktober bis Mitte April. (Der Übergang jeweils vollzieht sich wegen der Fische langsam)
Diese geringe Menge verteilt sich oft auf mehrere Rinnen. Immer wieder wird bei Krün/Wallgau zum Hochwasserschutz ausgebaggert und dann versickert ein großer Teil des Wassers, bis sich eine neue Dichtschicht gebildet hat. Oberhalb Schröfeln (km 241,4, halbe Strecke Wallgau - Vorderriß) kommt das Wasser wieder an die Oberfläche. Dort verläuft die Straße nahe am Flußbett und es gibt einen günstigen Parkplatz ("P4", Str-km 6,8, Fluß-km 241,4), wo die Wassermenge beurteilt werden kann. Evtl. erst hier einsetzen.

Der kurz vor Vorderiß einmündende Rißbach wird weit oberhalb zum Walchensee abgeleitet und ist meist trocken.

Beurteilung mit Pegel Rißbachdüker.
(Bei Anfahrt bzw. beim Auto-Umsetzen anhalten, Durchfahrt besichtigen und Pegel ablesen)

Empfehlungen zum Befahren:
(Bitte hierzu auch die Pegel-Vorbemerkungen lesen)
• Ein Grenzwert für die Befahrbarkeit kann nicht angegeben werden. In manchen Jahren reichen 5 m³/s (2018-06: 35 cm) gerade noch aus, meist müssen es mindestens 6 m³/s (2018-06: 38 cm) oder sogar mehr sein. Notfalls erst bei "Schröfeln" (s.o.) einsetzen.
• Bei höheren Wassermengen ab 12 m³/s gilt besonders zwischen Wallgau und Vorderriß: Ausreichende Fahrkenntnisse sind erforderlich, um in den oft schnell fließenden engen Kurven und Engstellen rechtzeitig entsprechend der Strömungsverhälnisse und Hindernisse die geeignete Route zu erkennen oder anlanden zu können.
• Ab 20 m³/s sind Hochwasserverhältnisse. Im Hinblick auf die jederzeit zu erwartenden querliegenden Bäume in unübersichtlichen, engen und schnellfließenden Verhältnissen ist eine Befahrung sehr gefährlich.
• Ab 30 m³/s (80 cm) ist die Geschiebesperre unbegehbar überronnen und das Aussetzen nur weit oberhalb mit guten Ortskenntnissen möglich. Die Annäherung an die Sperre bzw. an deren Sog ist lebensgefährlich. Dazu kommt die Unabwägbarkeit der zusätzlichen Wassermenge vom Rißbach. Die Fahrt sollte dann in Vorderriß beendet werden.

Befahrungsverbot vom 16. Oktober bis 31. Mai.

Amper / Neumühlschwaig
Amper / Inkofen
Amper / Ampermoching
Amper / Fürstenfeldbruck
Amper / Grafrath
Ammersee
Ammer / Weilheim
Ammer / Peißenberg
Würm / Leutstetten
Loisach-Isar-Kanal / Bruggen
Loisach / Beuerberg
Loisach / Kochel
Loisach / Eschenlohe
Loisach / Farchant
Isar / Landshut   Pegel / Landshut

Der Pegel Landshut ist für Kanuten nur bedingt brauchbar.
Er enthält die große Menge des kurz vor Landshut zufließenden Wasser des Mittlere-Isar-Kanals. Ein Rückschluß per Kanal-Kapazität auf die demgegenüber geringe Wassermenge der Isar ist zu ungenau. Lediglich bei Hochwasser gibt der Pegel einen Hinweis auf die zu erwartende Wassermasse von der Kanaleinmündung bis Landshut.

Isar / Moosburg   Pegel / Moosburg

Der Pegel Moosburg ist für Kanuten nur bedingt brauchbar.
Er meldet die Wassermenge kurz bevor der größte Teil des Wassers in den Mittlere-Isar-Kanal abgezweigt wird und ist allenfalls bei Hochwasser ein Anhaltspunkt.
Ab 75 m³/s am Pegel Moosburg ist die ungefähre Wassermenge ab Moosburg, (sofern der Kanal die max. Wassermenge aufnimmt)
= Pegel Moosburg - 70 m³/s (Kanal)
oder ersatzweise
= Pegel Freising + 5...10 m³/s (Zuflüsse) - 70 m³/s (Kanal).

Isar / Freising   Pegel / Freising
Isar / München

Der Pegel München ist für die Beurteilung der Strecke südlich Münchens nur bedingt brauchbar.
Er gibt zwar die Gesamtmenge des Abflusses an, aber für die entscheidenden Strecken "Wehr Icking - Wehr Baierbrunn" und "Wehr Baierbrunn - Mü-Thalkirchen" müßte man die genauen Ableitungsmengen in die Kanäle kennen.
Allenfalls bei Hochwasser dient er der Einschätzung der Wassermenge.
Der tatsächliche Zustand ist am ehesten mit einem Blick auf die Webcam "Isar in München Thalkirchen" der Firma Prolog-PR zu erkennen.

Webcam Mü-Thalkirchen
Isar / Puppling
Isar / Bad Tölz Kw
Isar / Lenggries
Isar / Sylvenstein Abfluß
Isar / Rißbachdüker W zum HND

Impressum siehe www.kanu-info-isar.de/impressum.htm