!!! Wichtige Infos, bitte unbedingt durchlesen, BEVOR Du Dich auf meine Karten verläßt ... !!!
(... und bevor Du schon hier beantwortete Fragen per E-Mail oder Telefon stellst)
... ist für Bootfahrer mit ausreichender Erfahrung in WW I bis II- zusammengestellt,
welche auch die fachtypischen Bezeichnungen kennen.
... ist nicht gedacht für Leute ohne Kenntnisse im Befahren von Wildflüssen
(wie es diese Flüsse stellenweise sind)
... ist nicht gedacht für Leute ohne ausreichende Bootsbeherrschung.
... ist auch nicht gedacht für die großen Mannschafts-Schlauchboote auf der Isar. Sie gehören auf den Inn und ähnliche Flüsse, nicht jedoch auf die relativ kleine Isar. Deren Besatzungen "übernutzen" diesen schönen Fluß erheblich, ich mag sie nicht noch unterstützen und sie mögen bitte auf mein Angebot verzichten.
... im A4-Format stehen im Mittelpunkt dieser Internet-Seiten.
Alle wesentlichen Informationen sind auf diesen Karten enthalten, damit sie unterwegs zur Verfügung stehen: Befahrbarkeit, Schwierigkeiten, Befahrungsregelungen, Pegel, günstige Straßenverbindungen
Die Auswahl der Streckenabschnitte beschränkt sich auf die in der "Startseite" bzw. auf der Titelseite der Kanukarten hervorgehobenen (Wander-) Streckenabschnitte.
Nicht lohnende Strecken und Wildwasserstrecken oberhalb WW II- sind nicht beschrieben.
Die Karten sollen dem Ortsunkundigen und Anfänger eine Hilfe sein und enthalten deshalb vielleicht für manchen Geschmack zu viele Informationen.
Die Kanu-Karten gibt es ...
... hier auf dieser Internetseite kostenlos in Bildschirmauflösung
unter "Isar", "Loisach", "Ammer", "Amper", "Würm" jeweils auf "Karten" klicken, dann links neben der Karte auf den gewünschten Fluß-Abschnitt klicken.
... für 8 € hochauflösend als PDF-Datei per E-Mail-Versand
gesamter Kartensatz Isar, Loisach, Ammer, Amper und Würm
insgesamt 32 Einzel-Karten und 13 zusätzliche Textseiten im DIN A4-Format
30 Detailskizzen von Wehren und Ein-/Aussetzstellen
ständig aktualisiert
viele Hinweise zu Kultur, Geschichte, Technik, Geologie ...
Kartenbeispiel (PDF Download)
Wer die Karten schon einmal gekauft hat:
bitte Jahr des Kaufes angeben, dann gibt es die aktuellen Karten für 4€.
Bestellung:
!!! bitte mit Name, Email-Adresse und Telefonnummer
!!! Überweisung nach Erhalt der Dateien per E-Mail.
Ich gebe auch gerne telefonische Auskunft, aber bitte vorher die Informationen dieser Internetseite durchlesen (in diesem Kapitel "Allgemeines" und in der jeweiligen Flußbeschreibung), damit ich nicht Dinge erklären muß, die auf den Karten und auf dieser Internetseite schon längst beschrieben sind.
...sind auf dieser Internetseite zu finden:
- Kurz-Infos zu den einzelnen Flußabschnitten
- Aktualisierungen zu den gedruckten Karten
- Bilder von Ein-/Aussetzstellen, Brücken, Wehren u.a.
- Literaturhinweise
- Übersicht über die Ableitungen, Wehre, E-Werke, Restwassermengen etc. des gesamten Flußgebietes
- Links zu weiteren Informationen über die Isar und ihre Nebenflüsse
- Link zum Pegelinformationsdienst des Landesamtes für Wasserwirtschaft
... weil höherer Wasserstand, Hindernisse durch Bäume oder verlagerte Steine, Verlagerung des Flußbettes, Baumaßnahmen, schlechte körperliche Verfassung usw. die Schwierigkeiten drastisch erhöhen können.
Eine Flußbeschreibung kann nur helfen. Sie ersetzt nie die eigene Vorsicht, den eigenen Verstand und die Erkundung vor Ort - erst recht nicht die Einschätzung, ob das eigene Können ausreicht.
Der Bootfahrer kann nicht von der eigenen Verantwortung für die Konsequenzen seiner Handlungsweise entbunden werden.
... sind nach der DKV-Skala angegeben, deren Kenntnis vorausgesetzt wird. (Wer fragen muß, was "Wildwasser Stufe I" ist, sollte diese Strecken eigentlich nicht fahren.) Der für die Isar (bis Wolfratshausen) und Loisach (Farchant - Oberau) angegebene Schwierigkeitsgrad "Wildwasser I" kann stellenweise bis "Wildwasser II-" reichen.
Manche Stellen verändern sich (besonders an der Isar) ständig durch Geschiebetransport, Uferauswaschungen, freigespülte/eingekieste Felsen, Baumhindernisse, Totholzansammlungen etc.
Sie können nach einem Hochwasser auch schwieriger werden und je nach Wassermenge bis hin zu lebensgefährlich (zuletzt Hochwasser Isar Juli 2009).
Isar: 10 Personen in 3 Canadiern (!!) sind offensichtlich nicht ausreichend erfahren und müssen in einer sehr aufwendigen Rettungsaktion aus der Ascholdinger Au geborgen werden, eine Frau kommt mit Unterkühlung ins Krankenhaus.
... sind besonders an der Isar, aber auch stellenweise an der Amper und Loisach (Farchant-Oberau) die größte Gefahr. Hier zieht das Wasser mit hoher Geschwindigkeit unter die Hindernisse hinein, läßt Boote kentern und hält im schlimmsten Fall den Schwimmenden mit tödlichen Folgen unter Wasser fest. Sie können jederzeit entstehen, besonders nach einem Hochwasser.
Ständige Aufmerksamkeit und Ausschau halten nach den Strömungsverhältnissen, den Durchfahrtmöglichkeiten und "der letzten Anlandemöglichkeit" sind ebenso notwendig wie das Einkalkulieren von plötzlich auftauchenden derartigen Hindernissen hinter nichteinsehbaren Kurven.
Isar: in der Ascholdinger Au erwischte ein Vater gerade noch sein Kind, bevor es unter eine Totholzansammlung gezogen wurde. Zahlreiche Badebootfahrer konnten sich wenigstens an Land retten unter Hintanlassen des zerstörten Bootes.
Die Angaben bei den Wehren, Sohlrampen etc. orientieren sich im Gegensatz zu manchen Flußbeschreibungen NICHT am routinierten Kajakfahrer mit einem Hartschalenkajak.
So wird z.B. durch die Formulierung deutlich unterschieden,
ob mit Kanus (= "Canadiern") und Faltbooten, sowie von weniger routinierten Fahrern besser umtragen wird oder
ob bei normalem Wasserstand und ausreichender Bootsbeherrschung die Stufe leicht befahrbar ist.
"Sohlrampe, links umtragen, evtl .rechts befahrbar"
"Sohlrampe, rechts befahrbar, evtl.links umtragen"
In Sohlrampen können sich Steine verlegen oder Äste festsetzen. Sie müssen vorher besichtigt werden, sofern ihr aktueller Zustand nicht bekannt ist.
Ein als "unbefahrbar" beschriebenes Hindernis ist tatsächlich unbefahrbar, auch wenn es nicht so aussieht, z.B. bei sog. "Walzen", auch "Rückläufe" genannt. Das Wasser läuft hier in einer Kreisbewegung am Grund vom Wehr weg und an der Oberfläche zum Wehr zurück, hält den Schwimmer fest und trägt - weil luftdurchsetzt - nicht sehr. Meist ist das Hineingeraten in eine Walze für einen ohne Auftrieb Schwimmenden tödlich, weil schnelle Hilfe von außen und geeignetes Material fehlt. (siehe auch im Menüpunkt "Begriffe")
Isar: Im Juli 2009 mußten zweimal ahnungslose Schlauchbootfahrer mit Hubschraubern aus einer solchen Situation befreit werden.
Isar: Ein Junge konnte aus dem Unterwasser des Wehr Icking gerettet werden, der zweite ertrank.
Würm: Eine Schlauchbootfahrerin erlag nach einer ungewollten Wehrdurchfahrt nach 10 Tagen ihren Kopfverletzungen
... wie Brückenpfeiler, Felsen oder mitten im Fluß liegende Wurzelstöcke können für Anfänger tödliche Fallen sein. Das Boot kentert beim Querkommen typischerweise stromaufwärts, läuft sofort voll und wickelt sich platt um das Hindernis herum. Wer hier eingeklemmt wird, hat kaum Überlebenschancen
Isar: Vor einem auf beiden Seiten umströmten Wurzelstock kam ein Canadier quer, wurde von der Strömung um den Wurzelstock gewickelt und platt gedrückt. Die Besatzung fiel zum Glück vorher aus dem Boot heraus.
Isar: Ebenfalls vor einigen Jahren kam ein Canadier vor dem stählernen Mittelpfeiler eines offenen Wehres (Bild) quer, knickte um den Pfeiler herum und hielt den Fahrer fest. Er ertrank trotz aufwendiger Rettungsversuche.
... ist wichtig, weil die abfließende Wassermenge ein entscheidendes Kriterium für "Fahren oder Nichtfahren" ist. Was bei 30cbm/s am Pegel Puppling noch eine gemütlich, spritzige Tour ist, wird bei 60cbm/s konzentriertes Fahren und ab 90 cbm/s unter Umständen lebensgefährlich. Das eigene Können, Erfahrung auf diesem Fluß und aktuelle Ortskenntnis spielen dabei eine erhebliche Rolle.
!!! Hochwasser (jedes Jahr mehrfach) ist nicht Wildwasser sondern für die Meisten von uns einfach nur lebensgefährlich, besonders wenn das Wasser über die Ufer hinauszieht. Es seien nur genannt: Wasserwucht, kein kontrolliertes Schwimmen möglich, keine Anlandestellen, Treibholz, Hängenbleiben in Bäumen und Sträuchern etc. etc. Aus einen überfluteten Auwald mit Strömung wieder herauszukommen ist ebenso äußerst schwierig, wie bei reißender Strömung anzulanden.
... sind nicht immer notwendig. Notwendig ist es aber, daß man weiß, wo sie notwendig sind.
Kriterien sind: Flußschwierigkeit/eigenes Können, Abflußmenge und -geschwindigkeit, Wasser- und Außentemperatur, Hindernisse im Fluß/Kenterwahrscheinlichkeit, Kinder/Kleinkinder,
- Auch wenn Leute im Fluß baden und schwimmen - als Bootfahrer kommt man auch an Stellen vorbei, wo man lieber nicht schwimmen möchte.
- Es gibt es auch Stellen, wo das Wasser in die Tiefe zieht.
Isar: An einer Kurve mit steiler Kieswand und kräftiger Strudelbewegung mußten Berufstaucher unter Lebensgefahr ein totes Kind aus 5m Tiefe bergen.
Alz: an einer Stelle wo es keiner für möglich gehalten hätte, fiel ein Jugendlicher aus dem Boot und konnte erst später durch Taucher tot geborgen werden. Er verfing sich unter Wasser in starker Strömung an einem Wurzelstock.
... ist auch im Sommer kalt. Wer hier ins Wasser fällt, dem bleiben nur ungefähr 10 bis 15 Minuten, um sich selbst aus einem Baumverhau o.ä. zu retten, dann wird er handlungsunfähig. Nur mit Badehose bekleidet geht es schneller ...
Vielen bleibt aber nicht mal diese Zeit: Ein Drittel der tödlich Verunglückten stirbt unmittelbar nach dem Eintauchen ins kalte Wasser, zum Beispiel an Herzversagen.
... ist im Voralpengebiet manchmal unberechenbar. Auch an warmen Sommertagen ist mit Temperaturstürzen zu rechnen und deshalb ausreichende Ersatzkleidung mitzunehmen. Nach einer Kenterung noch stundenlang bei kaltem Wind mit nassem Baumwoll-Shirt und nasser Jeans fahren zu müßen ist sehr unangenehm.
... fragen häufig an, ob nach Erfahrung auf der Altmühl, Regen oder ähnlichen Flüssen nun die Isar machbar wäre. Diese langsam fließenden, hindernisfreien Flüsse sind nicht zu vergleichen mit einem Wildfluß.
Für Canadier- und Kajakfahrer wesentlich stressfreier wäre es mit den Kenntnissen aus einem vorherigen "Grundkurs" und darauffolgenden "Moving-Water-Kurs", wozu ich für Canadierfahrer im Umkreis von München www.kanu-trekking.de empfehlen kann.
Was den Bootstyp anbelangt: die guten Eigenschaften eines kursstabiles Bootes würden sich auf einem Fluß wie der Isar ins Gegenteil verkehren (was nicht ausschließt, daß gute Fahrer auch damit zurechtkommen).
Schlauchbootfahrern empfehle ich, zuerst ein oder mehrere Fahrten in einem gut geführten Boot mitzumachen.
Bei normalem Wasserstand sind folgende Abschnitte geeignet für Anfänger,
sofern sie wenigstens - auch bei schneller Strömung - vor Wehren, Sohlrampen etc. sicher anlanden können:
Isar: Freising - Oberhummel
Loisach: Ohlstadt - Wolfratshausen
Ammer: Roßlaich - Weilheim
Amper: Ammersee - Fürstenfeldbruck
Würm: Starnberger See - Mühlthal
... sind sehr wohl und sehr gut für den Einsatz in einem Wildfluss geeignet und den starken und wechselnden Strömungen gewachsen. Sehr oft ist aber die Besatzung nicht geeignet für das Fahren eines Canadier in solchen Flußabschnitten. Für Unerfahrene ist der Canadier nicht geeignet. (siehe auch oben: "Einsteiger")
3 oder gar 4 Erwachsene in einem Canadier sind (anders als an der Altmühl o.ä) für solche Verhältnisse unsinnig.
müssen das Anstoßen an spitze Äste und Grundberührungen aushalten können. Einfache Badeboote tun das nicht.
Schlauchboote können sehr wohl präzise manövriert werden, was aber leider bei den meisten Besatzungen nicht zutrifft. Eine kleine vorherige Schulung - z.B. durch mehrmaliges Mitfahren auf einem gut geführten Boot - würde mancher Besatzung ihr hilfloses Gezappel vor Hindernissen ersparen.
- Canadier-Verleiher sind im Raum München nur www.watertours.de in Starnberg und bei www.kanu-trekking.de in Kaufering am Lech. Beide verleihen aber keine Boote für die Isar an unbekannte Personen, was Anfänger-Aspiranten für die Isar zum Nachdenken veranlassen sollte.
- Kajak-Verleiher sind mir nicht bekannt.
- Schlauchboot-Verleiher gibt es einige. Nachdem - besonders auf der Isar - schon viel zu viele Schlauchboote fahren, möchte ich dieser Entwicklung durch Bekanntgabe diverser Schlauchboot-Verleiher nicht Vorschub leisten.
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Ich gebe auch telefonische Auskunft, aber bitte vorher die Informationen zum jeweiligen Fluß studieren und dieses Kapitel ""Allgemeines" durchlesen,
damit ich nicht Dinge erklären muß, die hier schon längst beschrieben sind.
Christian Löhnert
Am Lochhauser Hügel 6, 81249 München
wir sehen uns am Fluß, im open canoe ...